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#1
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Israel kann dem Treiben im Gaza-Streifen nicht mehr lang zugucken. Wenn das Ganze auf's Westjordanland überschwappt wird die Region extrem destabilisiert, was auf kurz oder lang nur schlecht für den Friedensprozess sein kann. Zudem muss Israel spätestens eingreifen, wenn die Hamas die Überhand gewinnt, denn mit denen ist kein Friedensprozess zu machen. Letztendlich muss Israel partei für Fatah ergreifen, nicht nur um die Palästinensergebiete zu stabilisieren und Ordnung zu schaffen, sondern auch, um sich einen Partner für den Friedensprozess zu sichern und nicht zuletzt, um ein deutliches Zeichen zu setzen, dass Israel wirklich Frieden will. Denn würden sie das nicht wollen, würden sie nicht eingreifen oder nicht Stellung beziehen.
Was man aber sehr gut sieht, ist, wie sehr es im ganzen Nahost-Konflikt um lokale Machtnteressen geht. Gruppen wie die Hamas im Palästinensergebiet oder die Hisbollah im Libanon sind wenig am Frieden interessiert, sondern im Gegenteil an der Fortführung des Konflikts mit Israel und das nicht nur aus ideologischen Gründen, sondern vor allem weil der Kampf gegen Israel die Rechtfertigung ihrer Macht ist. Kommt der Frieden, verlieren sie ihre Daseinsberechtigung und müssten ihre bisher aufgebaute Macht aufgeben. Deshalb kommt es immer wieder zu Störungen des Friedensprozesses durch Gruppen wie eben Hamas und Hisbollah und auch zu Kämpfen mit denen, für die sie eigentlich zu kämpfen vorgeben. Das, was sich derzeit in den Palästinensergebieten abspielt, spielt sich ja ähnlich auch im Libanon ab, wo fanatische Gruppen gegen die Regierung kämpfen. Die Fatah geht im Gegensatz dazu den Weg hin zum Frieden, indem sie zur politischen Partei und politischen Ansprechpartner für Israel geworden sind. Kann die Fatah ihre Stellung beibehalten und ausbauen, werden sie den Weg gehen, den die IRA bzw. die Sinn Féin im Nordirland-Konflikt gegangen sind und der nach jahrzehntelangem Blutvergießen den Frieden gebracht hat.
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ΑΓΕΩΜΕΤΡΗΤΟΣ ΜΗΔΕΙΣ ΕΙΟΙΤΩ. BERGE BRAUCHEN KEINE MENSCHEN!
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#2
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Was die Fatah angeht, ist es allerdings schon sehr merkwürdig, wenn man sich so über die Zeit die Nachrichten ansieht.
Je nach Quelle, werden diese sogar als Handlager der Israelis angesehen. Auch sollen diese von dort mit Waffen versorgt werden. ![]() Es ist eigentlich schwer für uns als Aussenstehende, dieses Thema korrekt zu Bewerten, da nicht alle Infos zu uns durchdringen. Gefühlsmässig halte ich die Fatah auch für das kleinere Übel. Aber gewählt hat die Bevölkerung nun mal jemand anderen. Ich konnte es seinerzeit zwar auch nicht nachvollziehen, aber jetzt bekommt das Volk halt die Quittung präsentiert. Da die EU jeden Monat einen nicht unerheblichen Teil an Geldern in das Land fliessen lässt, mag das Verhalten der Hamas sich auch zum Teil daraufhin ausgerichtet haben. Kompliziertes Thema, das LoMo sich da ausgesucht hat. |
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#3
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Über einfache Themen brauche ich ja auch nicht zu diskutieren, da liegt es ja auf der Hand.
Aber das hab ich auch schon gemerkt, dass die Aussagen je nach Quelle etwas variieren. Also auf Spiegel wird es als Propaganda der Hamas hingestellt, dass die Fatah eben nur Handlanger des Westens sind und deshalb, die Mehrheit die Hamas gewählt hätte. Wobei ich nicht glaube, dass das wirklich so ist, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Fatah, die nun nicht kategorisch auf die Zerstörung von Israel pocht, etwas Unterstützung aus Israel oder pro Israel eingestellten Staaten bekommt, um ja nicht unterzugehen. Wobei die Hamas, ja ganz klar sagt, dass sie das nun selbst regeln, sie verweigern eine UNO-Truppe bzw. Zitat:
Wobei das schon wieder veraltet zu sein scheint, scheinbar hat Ägypten die Streithähne mal wieder an einen Tisch gezwungen: http://www.spiegel.de/politik/auslan...488589,00.html
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![]() _______________________________________________________________ "Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muß anders werden, wenn es gut werden soll."(Georg Christoph Lichtenberg *1742 †1799) "Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen." (Winston Churchill *1874 †1965) "Zwei Monologe, die sich gegenseitig immer und immer wieder störend unterbrechen, nennt man eine Diskussion." (Charles Tschopp *1899 †1982) |
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#4
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Zitat:
Man kriegt ja nie alle Leute unter einen Hut. Das ist auch gut so. ![]() In einer Demokratie sollte jeder seine eigene Meinung vertreten können, oder zumindest äussern können. Ganz, ganz Grob gesagt, liegt die Macht bei denen, die über die Gelder der EU verfügen. Das sind nunmal die Hamas im Augenblick. Was aber auch von der EU so gesteuert wurde?! ![]() |