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  #1  
Alt 01-03-2006, 13:53
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Zitat:
Zitat von Psycho Joker
Denk doch mal nach. Glaubst du ein Land mit solche Ölreserven wie der Irak oder Saudi-Arabien sind auf die USA als Käufer angewiesen? Öl ist sozusagen eine Lizenz zum Gelddrucken, das kriegt man IMMER zu guten Preisen weg, weil's davon nie zuviel gibt (eher noch zuwenig). Saddam Hussein hat sich selbst an die Macht geputscht und wurde nicht von irgend jemandem finanziert oder eingesetzt. Sowohl die USA als auch die Sowjetunion haben ihn jeweils eine zeitlang umgarnt, aber Hussein ist immer den Mittelweg gegangen und hat sich keinem verpflichtet. Letztendlich ist er beiden auf die Füße getreten. Deshalb war er politisch immer schon recht isoliert.
.

Sadam Hussein wurde durch Amerika u. der CIA an die Macht gebracht genau so wie die Taliban, dass weiss jetzt jedes Kind.
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  #2  
Alt 01-03-2006, 15:05
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Ich will gar nicht viel dazu sagen, hab zwar die Ganze Diskussion ein bisschen verfolgt doch will ich mich da nicht gross einmischen
Nur zwei kleine Dinge:

1. Die Taliban wurden durch die CIA unterstützt, aber sie hatten auch breite Unterstützung durch das Volk. Als die Taliban an die Macht kamen war Afghanistan zerstritten und hatte keine richtige Führung. Es gab Stammeskriege(oder wie man das auch nennen will). Auf jeden Fall war die Bevölkerung damals froh um eine starke Regierung die das Land kontrollieren kann.

2. Beim Thema Afrika hat PJ absolut recht und wenn du sagst dort haben die, die gleiche Einstellung ist das eine unbegründete Behauptung, wenn nicht musst du schon sagen wo du warst dass du auf diesen Schluss gekommen bist.
Ich war in Afrika und nicht nur in Nairobi am Flughafen und Zanzibar in den Touristen Hotels am Strand . Die meisten Leute haben da überhaupt keine Probleme mit dem Westen, viele orientieren sich sogar danach. Ein gewisser Argwohn ist natürlich vorhanden da der Westen einfach so unvorstellbar viel reicher ist, aber ausser ganz wenigen Ausnahmen führt das nicht zu Hass dem westen gegenüber.
Eines haben da die meisten begriffen, auch wenn sie nicht verstehen weshalb der Westen so reich ist und sie so arm, bringt ihnen hass nichts(vertreibt höchstens die Touristen auf welche sie angewiesen sind).
Ich muss zugeben ich war nie in den Slums der Grossstädte, da mir das schlicht zu gefährlich war, doch wenn man die Bilder im nahen Osten anschaut handelt es sich da mit sicherheit nicht ausschliesslich im leute aus "Slums" sofern es sowas in dem Stil wie in Afrika da überhaupt gibt(weiss ich leider nicht genau)
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  #3  
Alt 09-04-2006, 10:29
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ich grab das Thema mal wieder aus , aus aktuellen anlässen .

Zitat:
http://focus.msn.de/politik/ausland/....html?DDI=3303

Iran
USA planen angeblich Atomschlag

| 08.04.06, 18:13 Uhr |
US-Präsident George W. Bush und seine Regierung haben nach Informationen des US-Magazins „The New Yorker“ bereits mit der Planung von massiven Bombenangriffen gegen den Iran begonnen.


In der Planung eingeschlossen sei auch der Einsatz atomarer Bomben gegen die unterirdische Uran-Anreicherungsanlage in Natans, schreibt der Enthüllungsjournalist Seymour Hersh in der April-Ausgabe des Magazins.

Spitzname: zweiter Hitler

Bush und seine Berater hielten den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad für einen potenziellen zweiten Adolf Hitler, sagte ein ehemaliger ranghoher US-Geheimdienstvertreter dem Reporter. „Das ist der Name, den sie für ihn benutzen“. Ein Pentagon-Berater erklärte dem Bericht zufolge, das Weiße Haus betrachteten einen Regimewechsel in Iran als „einzigen Weg zur Lösung des Problems – und das bedeutet Krieg“.

Umfangreiche, hektische Planungen

Andere frühere Geheimdienstmitarbeiter bezeichneten die Planungen laut Hersh als „umfangreich“ und „hektisch“. Sie basierten auf der Annahme, die Bombenangriffe könnten die islamische Führung im Iran „diskreditieren und zum Sturz der Regierung durch das Volk führen“. In den vergangenen Wochen habe Bush bereits eine Reihe vertraulicher Gespräche mit Vertretern des US-Kongresses geführt, hieß es weiter.

Bedenken wegen „Kettenreaktion“

Nach seinen Informationen regt sich in Teilen des Militärs jedoch Widerstand gegen die Pläne. Erhebliche Bedenken gebe es vor allem gegen einen Einsatz der atomaren „Bunker Buster“-Bomben. Einige Offiziere hätten mit ihrem Rücktritt gedroht, nachdem sie vergeblich gegen die atomare Option Sturm gelaufen seien. Der Pentagon-Berater warnte darüberhinaus vor einer gewaltsamen „Kettenreaktion“ gegen amerikanische Bürger und Interessen weltweit, sollte Washington Krieg gegen Teheran führen. „Wenn wir losschlagen, dann steht der gesamte irakische Süden in Flammen", sagte er dem Journalisten.


(abi/AFP)

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hoffen wir dass es nicht dazu kommt (ansonst hatte der Bibelcode auch wenn ich nicht daran glaube Zufällig schon wieder recht). Ein solcher Krieg hätte fatalere Folgen als der gegen den Irak .

Ebenso will der iranische Präsident zur WM kommen (Iran spielt ja mit ) was wiederum für Zündstoff sorgt.
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  #4  
Alt 18-04-2006, 02:14
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Natürlich werden sie keine atomaren Bomben einsetzen.

Aber es ist klug, solches anzudrohen und sich die Möglichkeit immer offenzuhalten. Denn wenn der Gegner erkennt, daß die USA ihre Atombomben nicht einzusetzen bereit ist, wäre ihre abschreckende Wirkung verpufft.

Deshalb muß der Einsatz von Atomwaffen immer glaubwürdig angedroht werden.

Heute würde man sie aber wohl erst sehr spät einsetzen, vornehmlich nach dem gegnerischen Einsatz solcher Bomben.

Im übrigen ist das amerikanische Feldheer zur Zeit unbesiegbar. Im Krieg kann der amerikanische Soldat seine militärisch-technisch-ausbildungsmäßige Überlegenheit voll ausspielen, Atomwaffen sind daher nicht nötig. Er hat eher Schwierigkeiten damit, ein Land nachher zu befrieden, zu verwalten und unter Kontrolle zu halten, denn dafür ist er nicht ausgebildet und das ist eigentlich nicht die Aufgabe des Soldaten.
Gegen einen unsichtbaren, allgegenwärtigen Feind zu kämpfen, ist schwer, in offenem Kampf gegen ein reguläres Heer zu ziehen, das haben sie gelernt.

Wenn es zum Krieg gegen den Iran kommt, ist der amerikanische Sieg gewiß.
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  #5  
Alt 18-04-2006, 09:41
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Zitat:
Zitat von Moltke
Im übrigen ist das amerikanische Feldheer zur Zeit unbesiegbar. Im Krieg kann der amerikanische Soldat seine militärisch-technisch-ausbildungsmäßige Überlegenheit voll ausspielen, Atomwaffen sind daher nicht nötig. Er hat eher Schwierigkeiten damit, ein Land nachher zu befrieden, zu verwalten und unter Kontrolle zu halten, denn dafür ist er nicht ausgebildet und das ist eigentlich nicht die Aufgabe des Soldaten.
Gegen einen unsichtbaren, allgegenwärtigen Feind zu kämpfen, ist schwer, in offenem Kampf gegen ein reguläres Heer zu ziehen, das haben sie gelernt.

Wenn es zum Krieg gegen den Iran kommt, ist der amerikanische Sieg gewiß.
Dass das amerikanische Militär (speziell das Heer welches Du ansprichst...) unbesiegbar ist beweisen sie ja z.B. tagtäglich im Irak (Vietnam oder andere, kleinere Konflikte lassen wir mal weg).

Jeder Kampf muss zuerst geführt werden, bevor man den Sieger ermitteln kann. Im Krieg ist überhaupt nichts sicher - im schlimmsten Fall gibts es sogar mehr als einen Verlierer...

Aber ich denke, dass ganze hast Du nur ironisch bzw. scherzhaft gemeint, oder?
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  #6  
Alt 18-04-2006, 10:15
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Als Generalfeldmarschall und Chef des großen Generalstabs scherze ich grundsätzlich nicht!

Als Sieger gilt, wer seine Position auf dem Schlachtfeld halten kann. Die Amerikaner haben zweifellos das irakische Heer geschlagen. Vom ehemaligen irakischen Heer ist nichts mehr übrig.

Die Verwaltung und Sicherheit eines besetzten Landes ist im Grunde eine Polizeiaufgabe, nicht die Aufgabe einer Armee. Diese ist dort nur noch übergangsweise, bis die irakische Regierung diese Aufgaben vollständig selber übernehmen kann.

Das heißt, man hat Hussein beseitig, seine Regierung beseitigt, die Baath-Partei beseitigt, die ehemalige Armee beseitigt und dafür eine Regierung, wie man sie haben will und eine neue Armee etabliert. Wenn das kein Sieg ist, weiß ich auch nicht. Daß es da Anschläge gibt, ist zwar richtig, aber dann könnte man ja auch sagen, die Israelis haben den Sechstagekrieg nicht gewonnen, weil es da Anschläge gibt. Anschläge aber kann man niemals vollständig ausschließen. Auch in der BRD gab es Anschläge, hat die BRD deshalb irgendeinen Krieg verloren?
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  #7  
Alt 18-04-2006, 11:08
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das ganze ist wohl eine Definitionsfrage. Für mich bedeutet Sieg, dass man die Kampftruppen nach erfolgter Schlacht abzieht, dass man Ruhe und Ordnung reinbringt, das Land wieder aufbaut und das die Zivilbevölkerung nicht mehr in Angst und Schrecken leben muss und wieder Perspektiven hat.

Es ist wohl unbestritten, dass dies in keinster Weise der Fall ist.

Wann hat Bush den Sieg über den Irakischen-Staat bzw. dessen Regime ausgerufen? Seither sind mehr GIs gefallen als während des gesamten "offiziellen" Krieges - ob das ein Sieg bzw. gar ein Erfolg war wage ich zu bezweifeln.

Allein schon das regelmässig Offensiven mit Kampftruppen (Heer, Luftwaffe) durchgeführt werden zeugt nicht gerade von Frieden - oder ist die USAF auch in Deutschland noch aktiv und bombt feindliche Stellungen nieder?
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