Apropros Hühner:
Bei diesem Albtraum sitzen schweißnasse Flugkapitäne kerzengrade im Bett:
Jumbo gerät in Vogelschwarm, Vogel durchschlägt Cockpit-Scheibe.
Damit Flugkapitäne nachts nicht mehr von derartigen Horror-Szenarien
geplagt werden, hat die amerikanische Luftfahrtbehörde ein einzigartiges
Gerät entwickelt. Es soll testen, wie widerstandsfähig Windschutzscheiben
von neu gebauten High-Tech-Fliegern eigentlich sind.
Für das Gerät, das die forschenden Amis entwickelt haben, wäre der Chef
einer frühchristlichen Ritterhorde im Moment einer Burgerstürmung dankbar
gewesen. Denn es ist ein Katapult mit Wahnsinns-Kraft. Das Ding wird mit
einem toten Huhn geladen – der Realitätsnähe wegen – und mit der
Geschwindigkeit eines fliegenden Jets auf die Test-Windschutzscheibe
abgefeuert.
Prallt das Hühnchen an der Scheibe ab, hält sie auch den Zusammenstoß mit
einem Vogelschwarm über den Wolken aus. Theoretisch.
Die Briten waren von dem Hühner-Katapult so begeistert, dass sie ihre
amerikanischen Ingenieurs-Kollegen um eine Leihgabe baten – und bekamen.
Sie wollten mit Hilfe der Hennen-Schleuder der Scheibe ihrer neuen
Hochgeschwindigkeits-Lokomotive auf den Zahn fühlen. Das Test-Ergebnis
versetzte die Brite allerdings in Schockzustand: Das abgefeuerte Hühnchen
zerfetzte die Lock-Scheibe, durchstieß ungebremst den Fahrersitz,
zerschmetterte ein Steuerpult und blieb erst in der Rückwand der
Fahrerkabine stecken.
Die fassungs- und ratlosen Insulaner baten schließlich die Amerikaner um
Hilfe: Die Frage: „Ist unsere Scheibe wirklich so schlecht?“ ließ ihnen keine
Ruhe. Sie schickten ihre gesamte Testanordnung zu den Katapult-Erfindern in
die USA. Und bekamen Antwort.
Zurück kam ein Brief mit nur einem einzigen Satz:
„Benutzen Sie bitte ein aufgetautes Hühnchen.“
Den Text hab ich in unserer Tageszeitung gefunden,
also wird es wohl wahr sein!