Ich bin nicht Deutscher, von daher müsste es mir erlaubt sein, mir über Israel das Maul zu zerreißen.
Ja, aber glaubst du, dass es den Beziehungen zwischen Deutschen und Juden dienlich ist, wenn man nichts gegen Israel (ISRAEL, nicht die Juden) sagen kann, ohne gleich als Nazi abgestempelt zu werden?!
Und von einseitiger Betrachtung kann nicht die Rede sein. Im Fernsehen gibt es sowohl Berichte über faschistoide Israelis, die mit Panzern palästinensische Dörfer plattmachen als auch über heimtückische palästinensische Terroristen, die mit Sprengstoffgürteln in Schulbusse rennen und kleine Kinder zu hunderten in die Luft sprengen. Von einseitiger Betrachtungsweise kann wirklich nicht die Rede sein.
ich will hier ganz sicher nicht die Methoden der Palästinenser gutheißen oder verharmlosen, aber vielleicht soltle man einmal überlegen, was man aus so einem Selbstmord-Attentat schließen kann: nämlich dass die Leute verzweifelt sind. Und wer kann ihnen das verdenken? Immerhin werden sie seit über 50 Jahren unterdrückt und das auf dem Grund und Boden, der eigentlich IHNEN gehört (laut internationalen Verträgen, die Israel auch mit unterzeichnet hat)
Auch ist es eine Ironie der Geschichte, dass die Palästinenser jetzt im Grunde diesselben Mittel einsetzen wie die Zionisten vor 50 Jahren. Damals, als Palästina noch von den briten verwaltet wurde, versuchten die auch, diese mit Bombenanschlägen dazu zu zwingen, einen israelischen Staat zuzulassen.
Aber im Grunde gibt sich keine der beiden Parteien die Blöße. Auf beiden Seiten gibt es Extremisten aber auf beiden Seiten gibt es auch Leute die den Frieden wollen, nur scheint es momentan so, dass die Leute, die nicht auf Frieden aus sind, in der Überzahl sind.
Aber im Grunde muss sich jeder eingestehen dass die Palästinenser, so verabscheuungswürdig ihre Methoden auch sind, die legitimeren Gründe haben. Sie wollen die Israelis dazu zwingen, sich von Territorien zurückzuziehen, die laut internationalen Verträgen Palästina gehören.
Aber wir schweifen ab...
Im Grunde geht es mir auf die Eier, nicht meine Meinung offen und ehrlich sagen zu können, ohne lgeich als Antisemit beschimpft zu werden, nur weil mein Großvater (wenn das überhaupt reicht... eher mein Urgroßvater) vielleicht einer war.
Zu Berlusconi:
Mafiaboss ist er nicht. Er ist Medienzar, ja. Er hat zuviel Macht über die Medien, ja. Er regiert mit Neofaschisten, ja.
Aber...
1) Auch alle vorherigen Präsidenten mussten sich zumindest mit den Neofaschisten arrangieren, weil die imemr noch eine relativ starke Macht im Parlament sind. Hier darf man nicht in deutschen Maßstäben denken, denn anders als in Deutschland gibt es in Italien keine (oder nur eine winzig kleine... weiß nciht mehr genau) Prozenthürde. Im Grunde kann jede Idiotenpartei ins Parlament und da alles blockieren.
Berlusconi hat hierbei aber ein Meisterstück (besonders für Italien) geschafft. Er hat es geschafft, Fini & Co dazu zu bringen, für seine Vorschläge/Projekte/Gesetzesvorlagen/etc. zu stimmen, obwohl die eigenltich gegen ihre Linie gehen.
Außerdem darf man die italienischen Neofaschisten noch nach deutschen Maßstäben beurteilen. Die sind hier alle nicht so radikal wie z.B. die NPD (trotz bestimmter Inhalte). in Italien gibt es sowieso kaum eine Mitte, sondern fast nur Links und Rechts, was aber durch die unzähligen Parteien alles abgemildert wird, weil sich alle in Koalition zusammenrotten müssen.
2) Hat er es trotz (oder vielleicht sogar wegen) der Zusammenarbeit mit den Neofaschisten geschafft, die erste halbwegs stabile Regierung seit langem zu schaffen (seit der Entstehung der Italienischen Republik nach dem 2. Weltkrieg hat es noch keine Regierung eine volle Amtsperiode lang durchgehalten) und auch die Wirtschaft halbwegs zu stabilisieren. Allzuviel kann er nicht mehr verbocken, was nicht ein Vorgänger schon verbockt hätte. Im Grunde ist Berlusconi weit weniger radikal als z.B. Bush oder sogar Stoiber.