CnC Foren

CnC Foren (http://www.cncforen.de/index.php)
-   Off-Topic (http://www.cncforen.de/forumdisplay.php?f=13)
-   -   Amerika und Deutschland (http://www.cncforen.de/showthread.php?t=32501)

Raskolnikow 15-05-2003 13:12

Amerika und Deutschland
 
Was jetzt kommt, ist wirklich starker Tobak:

Zitat:

Hitler war wenigstens ehrlich
Ihr widert uns an: Die Amerikaner sind mit den Deutschen fertig / Von Ralph Peters

Die Gesellschaften des "alten Europa" erinnern Amerikaner an die arabische Straße. Die Europäer halten sich lieber an tröstliche Illusionen als an harte Realitäten. Sie reden viel, tun wenig und machen die Vereinigten Staaten für ihre eigenen Mißstände verantwortlich. Die Sprechchöre, die man kürzlich auf den Straßen Berlins hören konnte, unterschieden sich kaum von denen, die bis vor kurzem in Bagdad zu hören waren. Das Jammern und Klagen in Europa, die Begeisterung, mit der man den Amerikanern jede erdenkliche Bosheit unterstellt, während man alle Tugenden für sich beansprucht, und der erstaunliche Mangel an Selbstkritik lösen bei den Amerikanern Bestürzung aus. Wir dachten, ihr wäret erwachsen, aber von der anderen Seite des Atlantiks aus wirkt ihr wie verzogene Kinder. Und eure jüngsten Wutausbrüche haben Big Daddy Amerika veranlaßt, euch auf den Stufen des strategischen Waisenhauses auszusetzen.

Der Schaden, der durch den Streit zwischen den Vereinigten Staaten und jenen Ländern entstanden ist, deren Wortschatz sich plötzlich auf "Nein" und "Non" reduzierte, wird repariert werden - an der Oberfläche. In Fragen von beiderseitigem Interesse werden wir weiterhin zusammenarbeiten. Aber auf einer tieferen Ebene erscheinen die überschwenglich unredlichen Angriffe auf Amerika, die aus Frankreich und Deutschland zu hören waren (Belgien zählt einfach nicht), in Verbindung mit der schamlosen Effekthascherei der Herren Schröder und Chirac, selbst noch den pragmatischsten Amerikanern als hinreichender Grund, unsere seit langem bestehende Vernunftehe aufzukündigen.

Die Scheidung ist längst überfällig. Wenn die Vereinigten Staaten das "alte Europa" nun in Fragen von strategischer Bedeutung ignorieren, werden sie endlich frei sein von dem gescheiterten Modell europäischer Diplomatie, das der Welt so viele schreckliche Kriege, unbrauchbare Grenzen und ungestörte Diktatoren beschert hat. Die Streiche, die man in Paris und Berlin ausgeheckt hat, haben Washington in die Lage versetzt, sich dem Bann einer langen Hörigkeit zu entziehen und aus einem tiefen Schlaf zu erwachen, in dem Amerika sich in seinen Entscheidungen von den Geistern Europas heimsuchen ließ.

Nun habt ihr uns aufgeweckt, und wir sehen, daß Europas Einfluß nur ein Erbe von Albträumen war. Wir werden eure blutbeschmierten, verrotteten Regeln für das internationale System nicht länger hinnehmen, sondern unsere eigenen Regeln schaffen. Ihr werdet nicht viele unserer neuen Regeln mögen. Aber den Ausspruch Friedrichs des Großen über Maria Theresia abwandelnd, könnte man sagen, ihr werdet weinen, aber euren Anteil an der Beute einstreichen. Infolge einer Reihe bemerkenswerter Fehlkalkulationen haben Frankreich und Deutschland ihren Rückhalt verloren - nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern in der ganzen Welt. Ihr hattet euren Moment in der antiamerikanischen Sonne. Aber um zwölf Uhr mittags erwiest ihr euch als machtlos und unfähig.

Deutschland wird aus dieser Scheidung einige Vorteile ziehen. Die amerikanischen Kampftruppen werden den deutschen Boden bald für immer verlassen, und etwas später werden auch die Nachschubeinheiten folgen, deren Verlegung nun einmal schwieriger ist. Daraus wird Deutschland praktischen und psychologischen Nutzen ziehen, aber den größten Nutzen haben die amerikanischen Streitkräfte, denn sie waren schon lange nur noch die Melkkuh geldgieriger Organisationen von der Deutschen Bahn bis hin zu den Gewerkschaften.

Die Nato wird natürlich überleben. Zusammen mit der Europäischen Union ist sie eine unverzichtbare Beschäftigungsagentur für Europas überschüssige Bürokraten. Doch in den strategischen Überlegungen Washingtons werden andere bi- und multilaterale Militärbündnisse in den Vordergrund treten. Auf der Negativseite wird Deutschland nahezu seinen gesamten diplomatischen Einfluß außerhalb Kontinentaleuropas verlieren - und der war zumindest seit 1945 niemals besonders groß. Die Welt wird eure Euros nehmen, aber euch wird sie nicht ernst nehmen. Ihr habt eure Unabhängigkeit von Amerika erklärt. Nun habt ihr sie. Viel Glück!

Wir haben unseren Krieg leicht gewonnen, trotz eurer Proteste und ohne eure Hilfe. Und schmeichelt euch nicht mit dem Gerede über eure Weigerung, Amerikas Vasallen zu sein. Niemand in den Vereinigten Staaten hat das Recht Deutschlands in Frage gestellt, selbst zu entscheiden, ob es unsere Bemühungen um die Absetzung Saddam Husseins unterstützt. Deutschland hatte jedes Recht, eine Beteiligung abzulehnen. Erzürnt hat uns die Art, wie ihr es getan habt.

Bundeskanzler Schröder hat uns erstaunt. Wir wußten schon lange, daß er ein politischer Scharlatan ist, aber das Ausmaß seiner Demagogie und seine amateurhafte Unfähigkeit, die Folgen seines Geschreis vorauszusehen, haben uns denn doch verblüfft. Wir sehen in Schröder einen Mann, der keinerlei Überzeugungen besitzt, ein politisches Tier von solcher Verkommenheit, daß er allenfalls den europäischen Karikaturen amerikanischer Schmalspurpolitiker ähnelt. Sein opportunistischer Antiamerikanismus schien nur auf Effekt aus zu sein, ohne jede Substanz und von keinem echten Glauben getragen.

Doch in anderer Hinsicht erwies Schröder sich als echter Europäer. Er kritisierte, aber bot keine eigenen brauchbaren Lösungen an. Er stellte Schlagworte über Ideen und Bequemlichkeit über ethische Belange. Und er gab kleinlichen Egoismus als politisches Heldentum aus. Welche Eigenschaften könnten das Europa des einundzwanzigsten Jahrhunderts besser charakterisieren?

Deutschland hat von Adenauer und Schmidt bis hin zu Gerhard Schröder einen tiefen Abstieg genommen. Am schwersten zu verdauen waren Bemerkungen von Mitgliedern der deutschen Regierung, in denen Präsident Bush mit Hitler verglichen wurde. Hält irgend jemand, der diese Zeitung liest, solch einen Vergleich für redlich? Und war es passend, daß er von einer deutschen Ministerin kam? Wohl kaum. Amerikaner hörten das Echo des Joseph Goebbels. Da sahen wir all die Demonstranten, auf deren Transparenten die Vereinigten Staaten mit dem Naziregime gleichgestellt wurden - die größte Geschmacklosigkeit, die Deutschland sich geleistet hat, seit die Krematorien erkaltet sind. Als die Empörung sich legte, erkannten wir, daß es bei all diesen Nazivergleichen gar nicht um uns ging, sondern um euch, um eure Schuld und eure Flucht vor der Verantwortung.

Nichts in diesem Krieg war so enthüllend wie die Antwort eines jungen Berliner Demonstranten in einem Fernsehinterview kurz nach dem Fall Bagdads. Der Reporter fragte ihn, was er über die Bilder der Iraker denke, die den Amerikanern zujubelten und die Saddam-Statue umstürzten. Der junge Deutsche antwortete, er finde die Szenen "peinlich". Zweifellos. Die Realität ist peinlich.

Oh, wir wissen, wie ihr uns seht. Ihr sagt es uns ja ständig. Wir sind ungebildet, weil wir nicht sagen können, wann die Uraufführung des "Rheingolds" war. Wir sind herzlos, weil unsere Gesellschaft Chancen über Sicherheit stellt. Wir sind naiv, weil wir eure Vorurteile nicht teilen. Wir sind Kriegstreiber, weil wir immer noch glauben, daß ein paar Dinge es wert sind, verteidigt zu werden. Und jetzt sind wir Nazis, weil wir einen Diktator absetzen, der sein eigenes Volk und seine Nachbarn abgeschlachtet, Terroristen Unterschlupf gewährt und in den Besitz von Massenvernichtungswaffen zu gelangen versucht hat.

Natürlich kauft ihr weiterhin die Produkte unserer Kultur. Eure intelligentesten jungen Leute kommen zu uns, um hier zu arbeiten. Wir Amerikaner haben den Rassismus überwunden, der Deutschland und Frankreich zerfrißt (wir warten darauf, in Berlin einen türkisch-deutschen Colin Powell oder in Paris eine Condoleeza Rice senegalesischer Abstammung zu treffen). Wir teilen also gewiß nicht eure Vorurteile. Und nach den Ereignissen vom 11. September 2001 werden wir nicht warten, bis wir wieder angegriffen werden, sondern vorsorglich überall dort zuschlagen, wo wir das für notwendig halten - und das werden wir tun, ohne Europa noch einmal um Erlaubnis zu fragen. Nach europäischen Maßstäben sind wir also tatsächlich Kriegstreiber.

Doch was ist mit dem Vorwurf, die Amerikaner seien die neuen Nazis? Ich glaube, ich weiß, unter welcher Krankheit ihr leidet. Meine ersten Einblicke erhielt ich als junger Army-Sergeant vor gut einem Vierteljahrhundert in einem noch nicht wiedervereinigten Deutschland. Obwohl das Ereignis schon zehn Jahre zurücklag, brachten junge Deutsche in unserer Unterhaltung das Gespräch unausweichlich auf das Massaker von My Lai in Vietnam. My Lai war eine von zwei dokumentierten Greueltaten des Vietnam-Kriegs. Fast zweihundert Dorfbewohner wurden dort ermordet. Das war unentschuldbar, und wir versuchten gar nicht, es zu entschuldigen. Aber diese jungen Deutschen griffen das Massaker in My Lai mit einem Eifer auf, der mich in Erstaunen versetzte. Für sie hoben die zweihundert Toten von My Lai Auschwitz und Treblinka auf, sechs Millionen ermordete Juden, Zigeuner, Homosexuelle und Regimegegner. Die Botschaft lautete: "Siehst du, ihr Amerikaner seid ebenso schlimm, wie wir Deutschen waren - und vielleicht noch schlimmer."

Raskolnikow 15-05-2003 13:14

...und weiter...
Zitat:

Jetzt, wo Deutschlands Juden seit langem abgeschlachtet oder vertrieben sind (zum größten Nutzen Amerikas, vielen Dank), greift ihr bei jeder Gelegenheit Israel an, unterstützt jede palästinensische Forderung, so absurd sie auch sein mag, und erfindet israelische Greueltaten. Für die Amerikaner kämpfen die Israelis um ihre Existenz, gegen Leute, die sie ausrotten wollen. Ihr empfindet die Israelis als Vorwurf an eure eigene Vergangenheit und schlagt auf sie ein. Clausewitz ist kein Führer mehr für euer nationales Verhalten. Heute müssen wir Sigmund Freud konsultieren. Einen Juden, natürlich.

Auch die Israelis sind tatsächlich von euren gewählten Politikern Nazis genannt worden. "Nazi" scheint euer Lieblingsschimpfwort zu sein. Manchmal klingt das für uns so, als wäre jeder, der kein Deutscher ist, heute ein Nazi. Abgesehen natürlich von Arabern, die Juden ermorden. In diesem Fall spricht ein guter Deutscher von Freiheitskämpfern. Hier in Amerika leben Überlebende des Holocaust ebenso unter uns wie ehemalige G.I.s, die einst die Tore von Dachau öffneten. Sie waren und sind unsere Väter, unsere Lehrer und unsere Nachbarn. Ist es ein Wunder, daß wir eure Rhetorik abstoßend finden? Hitler war wenigstens aufrichtig in seiner Bigotterie. Und heute müssen wir die lächerliche Schizophrenie in eurer gegenwärtigen Gesellschaft ertragen, in der ihr abwechselnd erklärt, die deutsche Schuld müsse ein Ende haben, und ein revisionistisches Geschichtsbild pflegt, das die Bombardierung eurer Städte durch die Alliierten oder die Versenkung von Schiffen, auf denen U-Boot-Mannschaften transportiert wurden, mit den Greueltaten der Nazis gleichsetzt. Eure Versuche, das Unentschuldbare zu entschuldigen, erinnert uns eher daran, daß Deutschland jede Bombe verdiente, die auf seinen Boden niederging. Bush soll dasselbe wie Hitler sein? Dann zeigt uns doch bitte die amerikanisches Todeslager!

Als lebenslanger Bewunderer der deutschen Kultur empfinde ich tiefe Verzweiflung. Euer Kanzler hat die wertvolle Maxime "Mehr sein als scheinen" in ihr Gegenteil verkehrt: "Mehr scheinen als sein". Goethes zeitlose Frage "Deutschland, aber wo liegt es?" hat nun eine Antwort gefunden: "Zwischen Rußland und Frankreich, von Chirac verarscht und von Putin kühl ausgenutzt." Und Faust hat sich als Professor Unrat "geoutet". Auf Wiedersehen Lili Marleen. Es war mal schön.

Und Marianne? Da auch schon vorher niemand die Deutschen ernst nahm, hatte Berlin in der Irak-Frage weniger zu verlieren als Paris. Frankreich zockte mit dostojewskischer Besessenheit im strategischen Kasino und war bankrott, als der Morgen kam. Präsident Chirac und sein de Villepin erwiesen sich als eines der inkompetentesten Gespanne in der Geschichte der Diplomatie, zwei Betrunkene am Steuer der internationalen Politik. Es wundert uns, daß die Franzosen tatsächlich glaubten, Paris könne Washington diktieren. Tut uns leid, aber Gallien erteilt Rom keine Befehle.

Die französische Naivität läßt uns den Kopf schütteln. Wie konnten sie die Situation so falsch einschätzen? Die Franzosen sind doch angeblich so schlau und verschlagen. Wie konnten sie sich so ungeschickt anstellen? Die Antwort ist einfach: Wie die Araber glauben sie an ihre eigenen Phantasien. Abgesehen von der alten Illusion, daß Frankreich immer noch eine Großmacht sei, schätzen Chirac und de Villepin George Bush vollkommen falsch ein. Sie hatten ihn so oft einen Cowboy genannt, daß sie meinten, an diesem Mann sei nichts dran. Und da irrten sie sich.

Ich habe nicht für Präsident Bush gestimmt. Aber nach dem 11. September war ich froh, daß er unser Präsident war. Wäre Al Gore im Weißen Haus gewesen, hätten wir im Stil der Europäer gehandelt und einen Ausschuß gegründet, der hätte klären sollen, warum wir die Katastrophe auf uns gezogen haben. Präsident Bush führte eine erschütterte Nation zu einem abgewogenen, sorgfältig überdachten Handeln, das einer terroristischen Organisation nach der anderen den Hals gebrochen und eine rückständige Theokratie aus einem Land, eine blutige Diktatur aus einem anderen Land vertrieben hat.

Und Amerika ist noch nicht fertig. Wir werden nicht länger dem europäischen System folgen, wonach Diktatoren innerhalb der Grenzen ihres Landes tun und lassen dürfen, was sie wollen. Eure Forderung nach der Achtung nationaler Souveränität bedeutet nur, daß Hitler vollkommen akzeptabel gewesen wäre, wenn er nur nicht die Juden ermordet hätte. Und wir werden uns auch nicht mehr an die Traditionen von Königen und Kaisern halten, wonach Staatsoberhäupter vor persönlicher Bestrafung sicher sind, ganz gleich welche Verbrechen sie begehen. Wir werden die wirklich Schuldigen verfolgen, nicht die Massen. Und noch so laute Beschimpfung am Brandenburger Tor oder auf der Place de la Concorde wird uns davon nicht abhalten. Wir sind fertig mit eurer Lust, über vergangene Holocauste zu weinen, aber nicht bereit zu sein, neue Holocauste zu verhindern oder zu beenden. Srebrenica ist das europäische Modell. Bagdad ist unseres.

Präsident Bush ist ein Texaner, wie die Europäer nur zu gerne betonen. Aber die französischen und deutschen Geheimdienste haben den Charakter der Texaner offenbar nicht verstanden. Sie reden nicht kunstvoll daher, aber sie handeln entschlossen. Sie sind keine Relativisten. Texaner glauben, daß es einen Unterschied zwischen Gut und Böse gibt. Und wenn ein Texaner offen beleidigt und insgeheim hintergangen wird, nimmt er das nicht freundlich auf. Es ist nicht ratsam, einem Texaner öffentlich entgegenzutreten, sofern man nicht die Absicht - und die Mittel - hat, die Sache bis zum Ende durchzufechten. Den Texanern ist es sogar vollkommen egal, wo auf der Landkarte Europa liegt. Im Augenblick sind wir alle Texaner. Ihr habt uns keine Wahl gelassen.

Aus dem Amerikanischen von Michael Bischoff.

Ralph Peters ist Offizier a. D. des amerikanischen Heeres und veröffentlichte sechzehn Bücher, darunter Romane, Aufsatzsammlungen und Werke über Strategie. Das "Wall Street Journal" nannte ihn den "Tom Clancy des denkenden Menschen". Sein jüngstes Buch hat den Titel "Beyond Terror: Strategy in a Changing World".

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.05.2003, Nr. 112 / Seite 31
:rolleyes::bunker:
Mannometer... Selten soviel Blödsinn an einem Tag gelesen. Womit ich nicht ausschließen möchte, dass darin auch das ein oder andere Fünkchen Wahrheit enthalten ist.

SoerenS 15-05-2003 13:58

Naja, SOVIEL Blödsinn enthält der Text gar nicht.
Nur einige Sachen fallen ganz besonders auf.
Es wird über die europäische Bürokratie gelästert, das muss ein Land mit dem offensichtlichsten Wahlbetrug in demokratischen Ländern überhaupt nicht sagen.
Zu den Nazi-verwürfen. Also ich weiss nicht, wie sie einzelne Meinungen so pauschalisieren können. Wenn ich denen mal schreiben würde, was ich als Deutscher alles so in nur einer Stunde Aufenhalt in einem englischsprachigen Chat an den Kopf geworfen bekomme, dann kann die in diesem Text so angepriesene moralische und ethische Überlegenheit Amerikas doch nur ein schlechter Witz sein , oder ?

Der Autor meint die Realität sei peinlich, doch bloss wem erzählt er das? Wir alle wissen, dass das stimmt. Und wenn die Amerikaner sich mal in ihrem Land umschauen , finden sie genug peinliche Sachen, genau wie wir bei uns. Also das ist nun wirklich kein Argument. Ein klassisches Eigentor.

Soso, geldgierige deutsche Institutionen, aha, bloss gut, dass es sowas in Amerika nicht gibt, ein Land welches 'Chancen vor Sicherheit setzt'. Sowas gibt es hier wie da. Eigentor.

Aha, entzürnt hat euch die Art, wie wir uns gegen den Krieg ausgesprochen haben ? Zugegeben, diplomatisch hätte man das weitaus besser regeln können. Aber wie diplomatisch war die eure Art den Krieg durchzusetzen. Also bitte ... !

Kleinlicher Egoismus und politisches Heldentum charakterisieren also europäische Nationen ? Soso, dann seid ihr wohl die europäischte Nation von allen. Auch wenn es teilweise stimmt.
Aber wie kann man da wieder so kleinlich sein, und das eigene Land total vergessen, wenn man eine solche Aussage macht ?


Also dass die Amerikaner den Rassismus total überwunden haben, das wage ich doch zu bezweifeln. Das es aber sowas auch in Deutschland und auch Frankreich gibt ist unbestreitbar. Aber dass der Autor sich bei dem Thema als Amerikaner soweit aus dem Fenster lehnt, ist schon erstaunlich.

Und wieder mal Einzelmeinungen. Aber doch wieder diese Parallelen. Viele Amerikaner wollen das Massaker von My Lai gar nicht erst entschuldigen, weil es nicht entschuldbar ist. Frag das selbe mal in Deutschland wegen den Vorkommnissen in dem dritten Reich. Auch da wird man auf einen ähnlichen Prozentsatz kommen, die das nicht entschuldigen wollen bzw. nicht können. Aber geschickt ausgedrückt wurde das in dem Artikel schon, dass wieder die Deutschen als die Doofen dastehen. Respekt.



Ahja, Gallien erteilt Rom keine Befehle? Ich habe selten so einen respektlosen wie untreffenden Vergleich gehört. Aber wie Ameriak die UN diktieren wollte wird wohl wohlwissend verschwiegen.

Soso, die Europäer wollten also Diktatoren in ihrem eigenem Land alles tun und lassen wollen ? Wie gut, dass die Hintergründe der europäischen Kriegsverweigerungspolitik so gut erforscht und hinterfragt wurden. Eine sehr einseitige Interpretation, die wohl deutlich in den Zielen vorbeigeht.

Und nochwas, schön dass Goethe zitiert wird. Und wie entgegengesetzt sich die Deutschen dementsprechend geben und handeln. Zugegeben , auch hier läuft nicht vieles so, wie es laufen sollte und wie es schon grosse ..nunja.. Visionäre oder auch Köpfe es wollten. Aber hast du schon mal Stupid White Man gelesen?? Dann wüsstest du, dass auch in deinem eigenem Land viel falsch läuft. Wohl viel mehr als dir klar ist oder du in diesem Artikel ansprichst.



Also es ist ein sehr einseitiger Artikel. Ich würde ihn fast als Plädoyer bezeichnen wollen. Vieles stimmt. Doch was wäre wenn als Konter ein _europäisches Plädoyer_ verfasst worden wird, welches alle Misstände in Amerika freilegt und deren Fehlhandlungen auf diplomatischer, politischer, ethischer , wirtschaftlicher und moralischer Ebene?
Ich sehe jetzt schon fast die Reaktionen in Amerika darauf.

Sven 15-05-2003 14:06

Zitat:

Tut uns leid, aber Gallien erteilt Rom keine Befehle
Exakt das ist es....
Die Imperialmacht die dabei ist sich weiter auszubreiten.... Rom II. ??

RedBasti 15-05-2003 14:46

Zitat:

Original geschrieben von Sven
Exakt das ist es....
Die Imperialmacht die dabei ist sich weiter auszubreiten.... Rom II. ??

Komisch, gab es damals nicht so nen riesen Aufschrei als Stiegler (so hieß der doch, oder?) die USA mit Rom verglichen? Jaja, ist doch sehr interessant.

Prinzipiell möchte ich ja bestätigen das ein bisschen Wahrheit schon in diesem Tesxz steckt aber es wird viel verdreht oder weggelassen.

Am meisten ärgert es mich, dass Deutschland und Frankreich als rassistische Staaten abgestempelt werden. Bei uns wurde jedenfalls noch kein farbiger Abgehalten seinen Vertreter zu wählen :o:

Besonders pikant ist auch die Behauptung, dass Deutschland jede Bombe verdient hätte. Erklären Sie das mal einen älteren Einwohner Dresdens :o:

Naja, so sind die jungen wilden eben. :o:

nettesau 15-05-2003 15:27

Zitat:

aber das Ausmaß seiner Demagogie
was heisst demogogie?

so einen müll hab ich ja noch nie gelesen

klonstatt 15-05-2003 15:31

mh
 
Der text is müll aber was heißst demogagie das weis ich auch nit.


MFG klon

m1a22 15-05-2003 15:31

Weiß gar nicht, wo man anfangen soll, den Text auseinander zu nehmen. Fangen wir einfach mal an:
Zitat:

Bush soll dasselbe wie Hitler sein? Dann zeigt uns doch bitte die amerikanisches Todeslager!
Wo ist der Unterschied zwischen Dachau und Guantanamo Bay? Werden dort nicht auch Menschen interniert, ähnlich wie es die Nazis mit den Juden getan haben? Vielleicht haben sie kein Vernichtungslager wie Ausschwitz-Birkenau, aber als Dachau oder Sachsenhausen geht dieses Camp allemal durch.
Oder auch das Schicksal der in den USA lebenden Japaner während des WW II.

Zitat:

Als die Empörung sich legte, erkannten wir, daß es bei all diesen Nazivergleichen gar nicht um uns ging, sondern um euch, um eure Schuld und eure Flucht vor der Verantwortung.
Achja? Wir haben unsere Schuld beglichen, Deutschland hat für seine Verbrechen zahlen müssen. jetzt frage ich, haben die USA für Vietnam, für Dresden oder für Hiroshima zahlen oder sich entschuldilgen müssen?

Zitat:

Eure Versuche, das Unentschuldbare zu entschuldigen, erinnert uns eher daran, daß Deutschland jede Bombe verdiente, die auf seinen Boden niederging.
Das ist keinen Kommenat wert, soviel Dummheit macht mich nur noch sprachlos.

Zitat:

Für die Amerikaner kämpfen die Israelis um ihre Existenz, gegen Leute, die sie ausrotten wollen
Klar, deswegen unterstützen die USA Staatsterror. Die masnahmen, die Isreal unternimmt sind ein elementarer Verstoß gegen die-Charta und andere internationale Verträge.

Zitat:

Wir Amerikaner haben den Rassismus überwunden, der

Deutschland und Frankreich zerfrißt
der Witz des Tages. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

Zitat:

Und wir werden uns auch nicht mehr an die Traditionen von Königen und Kaisern halten, wonach Staatsoberhäupter vor persönlicher Bestrafung sicher sind, ganz gleich welche Verbrechen sie begehen.
Gut, dann fangt bitte im eigenen Land an. Bitte mit gutem Beispiel vorangehen.

RedBasti 15-05-2003 17:03

Zitat:

Und Amerika ist noch nicht fertig. Wir werden nicht länger dem europäischen System folgen, wonach Diktatoren innerhalb der Grenzen ihres Landes tun und lassen dürfen, was sie wollen. Eure Forderung nach der Achtung nationaler Souveränität bedeutet nur, daß Hitler vollkommen akzeptabel gewesen wäre, wenn er nur nicht die Juden ermordet hätte.
Ich entsinne mich, dass es eine Amerikanerin war, welche die Andeutungen Husseins Kuwait zu besetzen, mit einem Achselzucken beantwortete. Ich entsinne mich auch, das der Irak auch mal ein enger Partner der amerikanischen Politk war. Weiterhin gibt es noch viele andere Diktaturen in Afrika, die man mit wesentlich geringerem Aufwand stürzen könnte. Klartext: Amerika ist es scheißegal wer mit welchen Mitteln herrscht solange die USA davon profitieren.

Und nun wieder das Totschlagsargument schlechthin: Hitler!
Nach dem die Opposition in Deutschland ausgeschaltet war hätten die Westmächte aktiv werden sollen. Was taten diese? England schloss Abkommen mit dem dritten Reich und anerkannte den Bruch des Versailler Vertrages . Was machten die USA bis zum 7.12.1941? Passive Unterstützung, mehr aber auch nicht.

Eigentlich könnte man den gesamten Text von vorne bis hinten durchnehmen, dazu fehlt mir aber einfach der Nerv. Sollte dieser Text allerdings die Stimmung in den USA repräsentieren sehe ich Antiamerikanist nicht länger als eine Beleidigung an. Traurig aber wahr. Ich gehöre nicht zu denjenigen die sich wünschten das Amerika endlich was auf den Deckel bekommt, vielmehr würde ich mir wünschen das sie aus eigener Kraft wieder zu geordneten Verhältnissen zurückkehren. Ich möchte jetzt nicht das Amerika unter Clinton bis in die höchsten Höhen loben, auch da gab es Missstände, aber bei weitem weniger als jetzt.

m1a22 15-05-2003 17:13

Zitat:

Original geschrieben von RedBasti

Und nun wieder das Totschlagsargument schlechthin: Hitler!
Nach dem die Opposition in Deutschland ausgeschaltet war hätten die Westmächte aktiv werden sollen. Was taten diese? England schloss Abkommen mit dem dritten Reich und anerkannte den Bruch des Versailler Vertrages . Was machten die USA bis zum 7.12.1941? Passive Unterstützung, mehr aber auch nicht.


Och nicht nur das, es ist nachaltig bekannt, dass IBM, Ford und diverse andere US-Firmen bis 41 ertragreiche Geschäfte mit Nazi-Deutschland abgeschlossen haben.

Purple_Alien 15-05-2003 17:56

Zitat:

Wo ist der Unterschied zwischen Dachau und Guantanamo Bay?
Naja, da gibts aber schon gravierende Unterschiede. Dachau war ein Todeslager - Guantoanamo Bay ist das eindeutig nicht.

Nicht das es bei dem Lager genug zu kritiesieren gibt (Status der Gefangenen) aber da ist schon ein großer Unterschied.

mafia4yu 15-05-2003 18:01

so dumm is der text nicht.was haben wir den von amerika????

m1a22 15-05-2003 18:36

Zitat:

Original geschrieben von Purple_Alien
Naja, da gibts aber schon gravierende Unterschiede. Dachau war ein Todeslager - Guantoanamo Bay ist das eindeutig nicht.


Das ist falsch. Dachau war kein Vernichtungslager, zur Info die Gaskammern waren nie in Betrieb. Es gibt einen Unterschied zwischen KZ und Vernichtungslager. Die KZs befanden sich in Deutschland, die Vernichtungslager wie Ausschwitz-Birkenau oder treblinka wurden von den Nazis alle ausserhalb des deutschen Reiches angelegt, um die bevölkerung im ungewissen zu lassen. KZs sind nichts anderes als Internierungslager.

Raskolnikow 15-05-2003 19:07

Dennoch ist der Unterschied offensichtlich... Oder gibt es in Guantanamo eine SS, die mit den Gefangenen machen kann, was sie will?

Zitat:

Original geschrieben von m1a22
Achja? Wir haben unsere Schuld beglichen, Deutschland hat für seine Verbrechen zahlen müssen.

DAS kann weder beglichen noch entschuldigt werden...

m1a22 15-05-2003 19:13

Zitat:

Original geschrieben von Raskolnikow
Dennoch ist der Unterschied offensichtlich... Oder gibt es in Guantanamo eine SS, die mit den Gefangenen machen kann, was sie will?
wenn mal die Aussagen der US-Führung überprüft und dazu sich die Bilder Internierten vor Augen nimmt, dann kann man davon ausgehen, dass das Wachpersonal macht was es will. Siehe dazu auch die Rumsfeld Aussage "Terroristen sind keine Kriegsgefangenen und fallen demnach nicht unter die Genfer Konvention"

Und zum zweiten, doch das kann, denn du kannst der heutigen Generation diesen Vorwurf, für die verbrechen der Vergangenheit noch zu büßen nicht machen. Das einzige was deutschland nicht darf, ist diese vergangenheit zu verleugnen.

SoerenS 15-05-2003 19:18

Zitat:

Original geschrieben von Raskolnikow
Dennoch ist der Unterschied offensichtlich... Oder gibt es in Guantanamo eine SS, die mit den Gefangenen machen kann, was sie will?


DAS kann weder beglichen noch entschuldigt werden...

Hm. Langsam verstehe ich dich zu dem Thema nicht mehr. So blöde bist du doch nicht.
Willst du dich jeden Abend selbst mit der Peitsche strafen, wegen einer Vergangenheit, für die du nichts kannst?

Ich denke mal, dass das in einem anderem Thread schon zu genüge geklärt wurde. Keiner will das entschuldigen, weil das unentschuldbar ist. Keiner will das vergessen. Aber man will das auch nicht IMMER unter die Nase gerieben bekommen.
Das müsstest du doch eigentlich begreifen.

Raskolnikow 15-05-2003 19:40

Zitat:

Original geschrieben von SoerenS
So blöde bist du doch nicht..
Davon bin ich überzeugt.

Eure Reaktion ist ziemlich typisch, das habt ihr schon oft gesagt. Das Problem dabei ist, dass ihr offenbar nicht genau gelesen habt. Ich habe nicht von persönlicher Schuld gesprochen, genauso wenig von der heutigen Jugend.
Meine Aussage war lediglich, dass der Holocaust ein historisches Faktum ist, an dem man nichts ändern kann. Und dass die Schwere dieser Geschehnisse so groß ist, dass man die Schuld nicht "begleichen" kann, wie m1a22 behauptet hat. Objektiv gesehen gibt es den Namen Deutschland (besser Nazi-Deutschland), der eine Schuld mit sich trägt - einfach aufgrund der historischen Realität. Das ändern keine Entschädigungsmillionen.
ABER das hat natürlich mit mir genauso wenig zu tun wie mit euch, bis auf den Zufall, das ich aus dem Gebiet stamme, das diesen Namen trägt. Das aber - und spätestens hier geht ihr mit mir konform - erhöht nicht mein eigenes Schuldkonto. Habe ich auch nie behauptet.

Ihr müsst einfach die Distanz sehen. Und nur wenn ihr die nicht seht, dann fühlt ihr euch angegriffen, wenn jemand die Nazi-Verbrechen erwähnt und sagt, dass sie in Deutschland stattgefunden haben.

Wer weiß, dass er keine Schuld trägt, der fühlt sich auch nicht schuldig.

m1a22 15-05-2003 19:49

Beglichen war auch nicht darauf bezogen, dass das Verbrechen entschuldbar ist. Ich würde es eher so vergleichen:
Person X ermordet Person Y und wird dafür zu 20 Jahren Haft verurteilt. Person X kommt nach dieser zeit wieder frei und hat juristisch seine Schuld beglichen, aber sein Verbrechen bleibt unentschuldbar.
Dasselbe bertrage ich nun auf Deutschland und seine Vergangenheit.

Wir als heutige deutsche Generation dürfen diese Fakten nicht verleugnen, es ist unsere Aufgabe diese Verbrechen zu verhindern. Aber, und dass war das was ich an diesem Text von dem Amerikaner angeprangert habe, man kann dieses Argument Nazi-Deutschland nicht mehr verwenden, um Deutschland zu irgendetwas zu verpflichten oder zu verurteilen. Deshalb sagte ich, dass Deutschland seine Schuld beglichen hat, im Gegensatz zu den USA.

mafia4yu 16-05-2003 13:08

Zitat:

Original geschrieben von SoerenS
Hm. Langsam verstehe ich dich zu dem Thema nicht mehr. So blöde bist du doch nicht.
Willst du dich jeden Abend selbst mit der Peitsche strafen, wegen einer Vergangenheit, für die du nichts kannst?

Ich denke mal, dass das in einem anderem Thread schon zu genüge geklärt wurde. Keiner will das entschuldigen, weil das unentschuldbar ist. Keiner will das vergessen. Aber man will das auch nicht IMMER unter die Nase gerieben bekommen.
Das müsstest du doch eigentlich begreifen.

find ich auch.es war schlimm was damals pasiert ist, aber man muss einen schlussstrich ziehen.unsere generation udn die unserer eltern kann und konnte nix dafür.das soll nich heissen das es mir egal ist, aber man muss auch mal aufhören damit.

SoerenS 16-05-2003 13:47

Zitat:

Original geschrieben von Raskolnikow
Davon bin ich überzeugt.

Eure Reaktion ist ziemlich typisch, das habt ihr schon oft gesagt. Das Problem dabei ist, dass ihr offenbar nicht genau gelesen habt. Ich habe nicht von persönlicher Schuld gesprochen, genauso wenig von der heutigen Jugend.
Meine Aussage war lediglich, dass der Holocaust ein historisches Faktum ist, an dem man nichts ändern kann. Und dass die Schwere dieser Geschehnisse so groß ist, dass man die Schuld nicht "begleichen" kann, wie m1a22 behauptet hat. Objektiv gesehen gibt es den Namen Deutschland (besser Nazi-Deutschland), der eine Schuld mit sich trägt - einfach aufgrund der historischen Realität. Das ändern keine Entschädigungsmillionen.
ABER das hat natürlich mit mir genauso wenig zu tun wie mit euch, bis auf den Zufall, das ich aus dem Gebiet stamme, das diesen Namen trägt. Das aber - und spätestens hier geht ihr mit mir konform - erhöht nicht mein eigenes Schuldkonto. Habe ich auch nie behauptet.

Ihr müsst einfach die Distanz sehen. Und nur wenn ihr die nicht seht, dann fühlt ihr euch angegriffen, wenn jemand die Nazi-Verbrechen erwähnt und sagt, dass sie in Deutschland stattgefunden haben.

Wer weiß, dass er keine Schuld trägt, der fühlt sich auch nicht schuldig.

Nunja, wenn einem das ständig vorgehalten wird, dann wird einem praktisch eine Mitschuld untergejubelt. Wir wissen es besser, aber ich weiss damit noch immer nicht, was der andere damit nun bezwecken will.
Diese ständige Wiederholung und Erinnerung an dieses Ereignis trägt nicht gerade dazu bei, es aus der Distanz betrachten zu können.

YODA 16-05-2003 13:59

Zitat:

Original geschrieben von nettesau
was heisst demogogie?

hetzerische sprache ,reden,

gersultan 16-05-2003 14:22

hmm... ihr reagiert hier genau so, wie es der Verfasser angeprangert hat... statt sich erstmal anzuschauen, was der Verfasser zu Europa, DE und France sagt, macht ihr Vergleiche mit der USA und wägt lieber ab, was "schlimmer" oder "besser" ist :rolleyes:

mal ein paar Schlagworte:

Die Europäer halten sich lieber an tröstliche Illusionen als an harte Realitäten. Sie reden viel, tun wenig und machen die Vereinigten Staaten für ihre eigenen Mißstände verantwortlich.


Das Jammern und Klagen in Europa, die Begeisterung, mit der man den Amerikanern jede erdenkliche Bosheit unterstellt, während man alle Tugenden für sich beansprucht, und der erstaunliche Mangel an Selbstkritik lösen bei den Amerikanern Bestürzung aus.


Aber den Ausspruch Friedrichs des Großen über Maria Theresia abwandelnd, könnte man sagen, ihr werdet weinen, aber euren Anteil an der Beute einstreichen.


Zusammen mit der Europäischen Union ist sie eine unverzichtbare Beschäftigungsagentur für Europas überschüssige Bürokraten.


Die Welt wird eure Euros nehmen, aber euch wird sie nicht ernst nehmen.


Wir sehen in Schröder einen Mann, der keinerlei Überzeugungen besitzt, ein politisches Tier von solcher Verkommenheit, daß er allenfalls den europäischen Karikaturen amerikanischer Schmalspurpolitiker ähnelt. Sein opportunistischer Antiamerikanismus schien nur auf Effekt aus zu sein, ohne jede Substanz und von keinem echten Glauben getragen.


Doch in anderer Hinsicht erwies Schröder sich als echter Europäer. Er kritisierte, aber bot keine eigenen brauchbaren Lösungen an. Er stellte Schlagworte über Ideen und Bequemlichkeit über ethische Belange. Und er gab kleinlichen Egoismus als politisches Heldentum aus. Welche Eigenschaften könnten das Europa des einundzwanzigsten Jahrhunderts besser charakterisieren?


Natürlich kauft ihr weiterhin die Produkte unserer Kultur. Eure intelligentesten jungen Leute kommen zu uns, um hier zu arbeiten.


Die Botschaft lautete: "Siehst du, ihr Amerikaner seid ebenso schlimm, wie wir Deutschen waren - und vielleicht noch schlimmer."


Und heute müssen wir die lächerliche Schizophrenie in eurer gegenwärtigen Gesellschaft ertragen, in der ihr abwechselnd erklärt, die deutsche Schuld müsse ein Ende haben, und ein revisionistisches Geschichtsbild pflegt, das die Bombardierung eurer Städte durch die Alliierten oder die Versenkung von Schiffen, auf denen U-Boot-Mannschaften transportiert wurden, mit den Greueltaten der Nazis gleichsetzt.


Euer Kanzler hat die wertvolle Maxime "Mehr sein als scheinen" in ihr Gegenteil verkehrt: "Mehr scheinen als sein".


Wäre Al Gore im Weißen Haus gewesen, hätten wir im Stil der Europäer gehandelt und einen Ausschuß gegründet, der hätte klären sollen, warum wir die Katastrophe auf uns gezogen haben.


Wir werden nicht länger dem europäischen System folgen, wonach Diktatoren innerhalb der Grenzen ihres Landes tun und lassen dürfen, was sie wollen. Eure Forderung nach der Achtung nationaler Souveränität bedeutet nur, daß Hitler vollkommen akzeptabel gewesen wäre, wenn er nur nicht die Juden ermordet hätte.



Wir sind fertig mit eurer Lust, über vergangene Holocauste zu weinen, aber nicht bereit zu sein, neue Holocauste zu verhindern oder zu beenden. Srebrenica ist das europäische Modell. Bagdad ist unseres.


In diesen Sätzen finde ich eigentlich auf Anhieb nichts, was jetzt großartig meinen Widerspruch finden würde...

RedBasti 16-05-2003 15:10

@ Gersi: Wir sprechen dem Text ja nun nicht alles an Wahrheit ab oder meinen, dass er kompletter Schwachsinn sei aber es gibt einige Passagen die einfach aufzeigen, das der Autor entweder wenig Ahnung von Geschichte hat oder diese in einer extrem Art auslegt. Außerdem stört mich diese Beleuchtung von einer Seite. So glaubt er tatsächlich an die amerikanische Lüge der irakischen Massenvernichtungswaffen. Er vergisst anscheinend gerne die eigenen Missstände, knallt aber selbige gerne anderen an die Backe.

Moltke 16-05-2003 15:14

Sicher ist der Text in wesentlichen Teilen polemisch. Die Polemik enspricht eben der Auffassung des Verfassers.

Sehr gelungen ist jedoch die Kennzeichnung des psychischen Problems in dem sich die Deutschen als Nation befinden: das Holocaust-Trauma, das zu allerlei Verwerfungen im politischen Leben geführt hat und das als oberste moralische Richtschnur der deutschen Politik dient und deren Sklave sie geworden ist. Eine völlige Verkrampfung und Pervertierung des Nationalbewußtseins wie der Politik, die noch lange nicht überwunden sein wird.

Nero214 16-05-2003 23:50

der test ist der letzte scheiss, ist halt gerade die
"gegen jeden krieg" welle in Deutschland.

der text ist müll

SoerenS 17-05-2003 02:08

Zitat:

Original geschrieben von Nero214
der test ist der letzte scheiss, ist halt gerade die
"gegen jeden krieg" welle in Deutschland.

der text ist müll

Sorry, aber diese Aussage bestätigt wie wenig du von dem text verstanden hast. Ausserdem ist dein Post wenig aussagekräftig.
Schreib doch einfach mal genau, was dir daran nicht gefallen hat.
Ansonsten schürst du nur genau das, was in diesem Text bemängelt wurde.

Raskolnikow 17-05-2003 02:37

Zitat:

Original geschrieben von SoerenS
Sorry, aber diese Aussage bestätigt wie wenig du von dem text verstanden hast. Ausserdem ist dein Post wenig aussagekräftig.
Schreib doch einfach mal genau, was dir daran nicht gefallen hat.
Ansonsten schürst du nur genau das, was in diesem Text bemängelt wurde.

Genau das waren meine Gedanken, als ich die "einsilbigen" Antworten auf diesen Thread las...
Auch wenn ich selbst wenig dazu beigetragen habe..

Ich kann dennoch unterscheiden zwischen den Antworten derer, die nachgedacht haben und denen, die einfach auf die Stichworte reagieren, die von den Massenmedien vorgegeben werden...

Moltke 17-05-2003 11:29

Sagt doch gleich, wie es ist: Nero hat den Text nicht gelesen!

SoerenS 17-05-2003 14:21

Zitat:

Original geschrieben von Raskolnikow
Ich kann dennoch unterscheiden zwischen den Antworten derer, die nachgedacht haben und denen, die einfach auf die Stichworte reagieren, die von den Massenmedien vorgegeben werden...
Nunja, aber sind es nicht gerade diese Stichworte, die nicht nur in den Medien, sondern auch besonders in diesem Artikel so reizen, dass man sich dagegen wehren _muss_ ?
Ich für meinen Teil kann sowas nicht unkommentiert stehen lassen, auch wenn die meinen Äusserungen an der Realität ( Wahrheit wäre ein echt unpassender Ausruck) vorbeigehen.
Es tut schon gut, sich Luft zu machen. Auch wenn es mehr oder weniger sinnlos ist.

Nero214 17-05-2003 18:15

Zitat:

Original geschrieben von Moltke
Sagt doch gleich, wie es ist: Nero hat den Text nicht gelesen!
100 Punkte :D


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 01:34 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.7.3 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2025, Jelsoft Enterprises Ltd.